Hauptamtliche Palliative-Care-Schwester nimmt ihre Arbeit für den Hospizverein auf
Die Palliative Beratung des Hospizvereins wurde in den letzten Jahren sehr erfolgreich auf ehrenamtlicher Basis von Helga Mahadevan und Dr. Ingeburg Strobel-Jöns angeboten. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde nun eine hauptamtliche Palliative-Care-Schwester eingestellt. Zum 1.April 2010 hat Annette Freier ihre Stelle angetreten und arbeitet sich gerade mit Hilfe des bisherigen Beratungsteams in die vor ihr liegende Arbeit ein.![]()
Der Umgang mit Schwerstkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen wurde in den letzten Jahren durch das Angebot der Palliative Care im medizinisch-pflegerischen wie auch im psycho-sozialen Bereich immer weiter durch Spezialausbildungen professionalisiert. Helga Mahadevan absolvierte die Weiterbildung in medizinisch-pflegerischer Palliative Care bereits 2002 und war seit dieser Zeit ehrenamtlich für den Verein als Palliative-Care-Schwester tätig. Seit dem Jahr 2006 wurde sie von der Ärztin Dr. Ingeburg Strobel-Jöns unterstützt, die über eine Zusatzausbildung in Palliativmedizin verfügt. Beide bildeten das Beratungsteam des Vereins, das jeden Montag zwischen 17 und 18 Uhr in der Geschäftsstelle für Ratsuchende seine Sprechstunde anbot. Daneben nahmen die beiden zahlreiche Hausbesuche wahr, in denen sie in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Hausarzt und dem ambulanten Pflegedienst Schmerz- und Symptomkontrollen bei den Patienten durchführten sowie Angehörige berieten und Vorsorgepläne erstellten.
Nachdem die Anfragen - auch dank der engen Zusammenarbeit mit der Palliativeinheit der Kreisklinik Wolfratshausen - immer mehr zunahmen, wurde deutlich, dass die Aufgabe ehrenamtlich nicht mehr zu leisten war. Daher wurde die Stelle für eine Palliative-Care-Schwester ausgeschrieben Mit Annette Freier wurde eine geeignete Besetzung für diese Aufgabe gefunden. Die 51jährige gebürtige Freiburgerin hat 1990 nach einer Laufbahn als Beamtin im Mittleren Verwaltungsdienst kurzentschlossen eine Ausbildung zur Altenpflegerin gemacht, denn sie wollte nicht mehr im Büro sondern am Menschen arbeiten. Ihre Heirat hat sie dann in den Münchner Süden verschlagen, wo sie im Bereich der Altenpflege 14 Jahre im ambulanten Dienst tätig war. Aus dem Bedürfnis, mit Schwerstkranken am Lebensende noch kompetenter umgehen zu können, absolvierte sie vor zwei Jahren die Ausbildung in Palliative Care für Pflegende. Es war ihr Wunsch, stärker in diesem Feld tätig sein zu können und so kam das Angebot des Hospizvereins für sie als große Chance " Das ist genau das, was ich mir immer für mich vorgestellt hatte". Um das ganze Anforderungsprofil des Vereins zu erfüllen, bildet sie sich derzeit auch noch als Koordinatorin und in Fragen der Personalführung weiter.
Über die Geschäftsstelle des Vereins, die über einen mehrfach täglich abgehörten Anrufbeantworter verfügt, können unter Tel. 08171 - 999 155 Anfragen für ein Beratungsgespräch hinterlassen werden - ein Rückruf erfolgt baldmöglichst. Die Beratung für Betroffene und Angehörige oder Freunde ist kostenlos und selbstverständlich unter Wahrung der Schweigepflicht.