Aktuelles

 

!!! WIR SIND WIEDER FÜR SIE DA !!!

Auf Grund der Vorgaben des Staatsministeriums für Gesundheit und in Absprache mit dem örtlichen Gesundheitsamt haben wir unsere Aufgaben der Hospizbegleitung und der persönlichen Beratung wieder aufgenommen.
Nach vorheriger Terminvereinbarung beraten wir auch gern wieder in unserer Geschäftsstelle.
Es werden bei allen Kontakten die nötigen Schutzmaßnahmen, wie das Tragen eines Mund-Nasenschutzes, die regelmäßige Händedesinfektion und das Einhalten des Abstandes beachtet.
Alle Betroffene erreichen eine Ansprechpartnerin telefonisch täglich von 10:00-12:00
und montags von 17:00-18:00


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 Gedanken von Anne Gruber aus der Kursleitung zum Ausbildungskurs 2018

„Kann ich das wohl?“…. „Was werde ich hier lernen?“…“Traue ich mich?“…so oder ähnlich klangen die ausgesprochenen Fragen oder auch „innere“ Fragen der Teilnehmenden zu Beginn des Ausbildungskurses 2018. Hospizbegleiter sein- was das bedeutet, sollte sich noch mit Leben füllen, um mehr Klarheit zu diesen Fragen zu erhalten. Manche waren bereits zu Beginn recht sicher, dass sie diesen Weg gehen wollen, manche kamen fragend, lernbereit, alle ernsthaft interessiert.
Wir erlebten Menschen, die bereits mitbrachten, was es braucht, um andere Menschen zu begleiten: Offenheit und echtes Interesse am DU und an sich selbst. Die Motivationen mochten unterschiedlich sein, warum die angehenden Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter in den Kurs kamen. Die Haltung, mit der wir uns begegneten und an Themen arbeiteten, war bei allen gleich: Ich bin da mit meinen Erfahrungen, bin aufmerksam und öffne alle meine Sinne, um zu lernen oder neu zu entdecken, was bereits in mir ist. Auf dieser Grundlage konnten wir gut arbeiten und begaben uns auf den Weg…es gab viel zu hören und zu erfahren, auch wahrzunehmen und zu spüren. Die Gruppe war offen für diese Art des Lernens, die nicht nur auf das „Kopflernen“ zielt.
Das Besondere an diesem Kurs war für mich als Kursleitung, die Bereitschaft a l l e r Teilnehmenden, sich mit Haltungen in der Sterbebegleitung zu beschäftigen. Während in Qualifizierungskursen für professionelle Helfer dieser Weg manchmal ein weiterer ist und die Neigung besteht, sich eher auf den fachlichen Wissensinput zu fokussieren, waren die angehenden ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen durchweg offen und interessiert, an diesen Themen zu arbeiten.
Den „ganzen Menschen“ wollen wir begleiten. Als „ganze Menschen“ waren wir im Kurs. Neben konkreten Informationen über Hospiz und Palliative Care, Abläufe, Strukturen und Ziele hatten die Teilnehmenden Raum, sich mit den eigenen Motivationen auseinander zu setzen. Dazu gehört die persönliche Biografie genauso, wie die Erfahrung, einen kranken Menschen zu besuchen und sich zu öffnen für seine Geschichten und Fragen. Nach dem Praktikum gab es großes Interesse am Austausch mit anderen Teilnehmenden- es wurden erste „kollegiale Gespräche“ geführt, um miteinander über die Erfahrungen Perspektiven auszutauschen, zu lernen und hier und da zu verstehen, was Begleitung heißen kann.
Am Ende fanden alle eine Antwort auf die Frage: „Traue ich mich?“ Alle 17 wollten erfreulicherweise nach dem Kurs in die ehrenamtliche Begleitung gehen. Ich wünsche Ihnen gute, lebendige Erfahrungen für ihr Ehrenamt im Hospizverein.
Anne Gruber